Wertvolle Tipps für gesunde Pflanzen

(Von Bettina Buckermann)

Als gelernte Biologin habe ich mir seit jeher viele Gedanken über das optimale Gedeihen der Pflanzen gemacht. Dabei habe ich auch viel erprobt und selbst experimentiert. Gern möchte ich – da ich so oft um Rat gefragt werde – hier meine Erfahrungen mit Ihnen teilen.

Gesunde Pflanzen auch ohne Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel?

Ein lebendiger Garten, im Einklang mit der Natur und im biologischen Gleichgewicht, ist eine Freude für Mensch und Tier. Er schenkt seinen Besitzern Ruhe, Kraft und ein besonderes Lebensgefühl. Ein solcher Garten wird möglich, auch ohne dass gleich zu chemischen Mitteln gegriffen werden muss.

Chemische Pflanzenschutzmittel mögen zwar das Übel (Schädlingsbefall, Pilzkrankheiten) erst einmal ohne viel Aufwand beseitigen, haben aber vor allem bei Fehlanwendung unerwünschte Nebenwirkungen im ökologischen System des Gartens.

Die etwas größere Mühe in Form von Aufmerksamkeit und vorbeugender Pflege lohnt sich also langfristig, denn nur in einer natürlichen Balance kann sich ein ökologisches System erhalten.

Pflanzen- und Standortauswahl

Pflanzen, die für die Klima- und Bodenverhältnisse geeignet sind, haben die besseren Voraussetzungen. Dabei ist wichtig, dass sie die für sie geeigneten Lichtverhältnisse (Sonne/Halbschatten/Schatten) und Lebensbereiche (trockener/frischer/feuchter Boden; pH-Wert) vorfinden.

Bodenpflege

Auf einem gesunden Boden sind auch die Pflanzen seltener anfällig. Humus, Kompost und eine Mulchschicht fördern das Bodenleben und damit eine Anreicherung des Bodens mit wichtigen Nährstoffen. Hornspäne gleichen einen durch Mulchen bedingten Stickstoffmangel aus und setzen zusätzliche Nährstoffe langsam frei. Eine Auflockerung der oberen Schicht belüftet den Boden und lässt Wasser und Nährstoffe gut eindringen.

Regelmäßige Unterstützung

Gedüngt wird immer nur mäßig und ausschließlich während der Wachstumsphase (März/April bis August). Dankbar sind unsere Pflanzen vor allem für regelmäßige Gaben von Pflanzenhilfsmitteln aus den Bereichen der Phytotherapie und Homöopathie.

Die folgende Liste zeigt einige Mittel, mit denen ich gute Erfahrungen mache. Es gibt aber weitaus mehr Kräuter, Pflanzen und natürliche Produkte, die erfolgreich zur Vorbeugung und zur Beseitigung von Schädlingen und Erkrankungen eingesetzt werden.

Pflanzenhilfsmittel Anwendung Wirkung
Ackerschachtelhalm Tee 1, Brühe 2, Jauche 3
(gießen, spritzen)
Stärkt Zellwände durch Einlagerung von Kieselsäure und macht sie damit resistenter gegen Schädlinge und Krankheitserreger
Brennessel Tee, Brühe, Jauche
(gießen, spritzen, gern in Kombination mit Schachtelhalm)
Vertreibt Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben
Thymian Tee, Brühe
(gießen, spritzen)
Wirkt stark fungizid
Löwenzahn Tee, Jauche Stärkt die Pflanze
Zwiebel, Knoblauch Tee, Jauche
(gießen)
Stärkt die Pflanze, ist wirksam gegen Blattläuse, Milben und Pilzerkrankungen
Wermutkraut Tee, Brühe, Jauche
(gießen und spritzen)
Wirksam gegen Blattläuse, Raupen (eventuell Sternrußtau bei Rosen)
Neemöl, Teebaumöl Fertigprodukt, mit Wasser stark verdünnen, Emulgator zum Vermengen erforderlich
(gießen und spritzen)
Wirkt antibakteriell und fungizid, macht Schädlinge unfruchtbar
Gesteinsmehl, Algenkalk Fertigprodukt, in Wasser aufgelöst zum Spritzen oder Pflanze direkt bestäuben (nicht bei Sonne und Bienenflug) Wirksam gegen Pilzinfektionen
Effektive Mikroorganismen 4 Fertigprodukt, mit Wasser verdünnen oder Ansatz selbst herstellen Spezielle Bakterien und Hefen bilden in Kombination die Voraussetzung für gesunde Böden und ein optimales Pflanzenwachstum
Homöopathische Mittel, z.B. Vital NT von Biplantol 5 Fertigprodukt, mit Wasser verdünnen Erhöht die Widerstandsfähigkeit und Regenerationskräfte gesunder und kranker Pflanzen
Bachblüten
(z.B. Crab Apple, Olive, Oak, Star of Bethlehem)
Auf Apfelessigbasis (Apotheke) Crab Apple reinigt, Olive und Oak stärken und Star of Bethlehem hilft bei Stress
1
Tee: Aufguss mit heißem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen.
2
Brühe: 24 Stunden in Wasser ziehen lassen, dann 30 Minuten leicht kochen.
3
Jauche: mindestens 14 Tage in Regenwasser gären lassen.
4
Zu beziehen bei www.em-sanierung.de (Beratung und Verkauf).
5
Zu beziehen bei www.biplantol.de (Beratung und Verkauf).

 

Eine Anleitung zur Herstellung von Jauchen sowie weitere Informationen finden Sie unter www.schrebergarten-portal.de/jauchen.html

und zum Beispiel in folgenden Büchern: